Geplante Veranstaltungen

Hier ein Überblick über die nächsten Veranstaltungen:

02.06.2019 (Sonntag)

Frühlingskonzert

15:00:00 - 16:30:00

Am 2. Juni geben wir in den Riehler Heimstätten in Köln unser Frühlingskonzert.Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Herzlichen Dank an Daniel Ernst für den folgenden, einführenden Text:

 

Ob komponiert, thematisiert oder interpretiert: Im diesjährigen Frühlingskonzert des Rainbow Symphony Cologne am 2. Juni 2019 um 15 Uhr im Städt. Seniorenzentrum Köln-Riehl steht Musik von Frauen und über Frauen im Mittelpunkt. Dem Konzert-Motto „reichlich weiblich“ entsprechend steht Mary Ellen Kitchens am Dirigentinnenpult und musiziert mit dem Orchester und namhaften Solistinnen Werke von Ethel Smyth, Florence Price, Georges Bizet, Camille Saint-Saëns und dem Geburtstagskind Jacques Offenbach.

Energisch zeigte sich Ethel Smyth nicht nur, wenn sie für Frauenrechte einstand und der Suffragetten-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem March of the Women eine Hymne auf den Leib komponierte. Auch wenn sie sich für ihre eigenen Werke einsetzte, nahm sie es mit einer ihr gegenüber großenteils ignoranten, zeitgenössischen Musikgeschichtsschreibung aufWie unrecht ihr damit getan wurde, macht der finale Satz aus der Serenade in D-Dur hörbar, mit dem Smyth im April 1890 ihr Orchesterdebüt in Englandgab, und der sich in symphonischen Dimensionen bewegt. Als Pionierin darf auch Florence Price gelten: Sie wurde bekannt als erste afro-amerikanische Komponistin, die für symphonische Besetzung schrieb und deren Schaffen auch von größeren Orchestern gespielt wurde. Ihre „Concert Ouverture No.2“ greift auf das reiche Erbe von Spirituals zurück und hüllt sie in das eindrucksvolle Gewand eines großen Symphonieorchesters.

Diese Schöpfungen aus weiblicher Feder bilden die Klammer um weitere Werke, die sich thematisch mit Frauen beschäftigen, und sei es auch nur interpretatorisch. Camille Saint-Saëns‘ „Introduction et Rondo capriccioso” entstand für Pablo de Sarasate und atmet eine gewisse spanische Leichtigkeit, die der Violinistin Susanne R. eine stimmungsvolle Grundlage für ihre Interpretation liefertMit gleichem Eifer darf das Orchester in Georges Bizets Arlesienne-Suite Nr. 1 agieren, denn die mitreißenden Melodien, die ursprünglich Teil der Bühnenmusik für die gleichnamige Tragödie von Alphonse Daudet rund um eine Frau aus der Stadt Arles waren, prägen sich nachhaltig ins Gedächtnis und führen gleichzeitig die emotionalen Schattierungen der Hauptfiguren des Schauspiels vor.

Nicht zuletzt darf Jacques Offenbach in diesem Programm nicht nur wegen der emanzipiertenProtagonistinnen in seinen Operetten nicht fehlen, denn schließlich feiert der Kölner Kantorssohn 2019 seinen 200. Geburtstag. Seine großen Erfolge erlebte er allerdings in Paris, wo ihm der Titel „Mozart der Champs-Élysées“ verliehen wurde. In der Bravour-Arie "Les oiseaux dans la charmille" aus Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ wird Bethany Barber einen untrüglichen Sinn für Melodie mit Hintergründigkeit und vokaler Akrobatik verbinden. Die stimmliche Allrounderin ist zwar ausgebildete Opernsängerin, begibt sich musikalisch aber auch auf das Terrain von Musicals und Jazz. Mit ihrem glasklaren Sopran haucht sie der mechanischen Puppe Olympia Leben ein und begibt sich auf Höhenflüge, die geradezu übermenschlich scheinen. Frauen haben also nicht nur inspiriert, sondern waren und sind auch selbst inspiriert. Und diese kreativen Leistungen gelangen nun endlich nach und nach ans Licht eines breiteren Bewusstseins.

 

Termin: 2. Juni 2019, 15 Uhr

Ort: Städt. Seniorenzentrum Köln-Riehl, Boltensternstraße, Festsaal

 

Eintriit frei, Spenden erbeten.

 

Weiterlesen …