Künstlerischer Leiter seit 2015

Steve Nobles

Wie viele Amerikaner bekam auch Steve Nobles seine erste musikalische Ausbildung in der Kirche. Sein Vater war ein Baptistenprediger. Als er zehn Jahre alt war begann er Klavierspiel zur Begleitung der Gemeinde, Chor und Solisten. Wenn er nicht am Klavier spielte, sang er im Chor - erst im Kinderchor, dann im Jugendchor. Er spielte im Blasorchester der Schule Horn und als er die High School abschloss führte er verschiedene Ensembles und schrieb Arrangements. Es schien klar er würde ein "Kirchenmusiker" aber seine geistliche Laufbahn wurde abgelenkt, als seine Kirche ihn wegen seinem "homosexuellen Lebensstil" verurteilte.

Er war in seinen frühen 20er Jahren als er 1981 nach Köln kam (das er immer als "San Francisco Deutschlands" bezeichnet). Innerhalb eines Jahres wurde er Begleiter für die Triviatas, des ersten homosexuellen Männerchors in Deutschland. Ein paar Jahre später luden die Triviatas jeden europäischen schwulen Chor, den sie ausmachen konnten, zum ersten internationalen homosexuellen Chorfestival nach Köln ein.

Seine Fähigkeiten als Pianist der Triviatas führte Nobles auch zu anderen Gruppen und Solisten als Begleiter. Er erwarb sich einen Ruf als "Quick-Studie" und hatte die Gelegenheit auf Tours durch Deutschland mit vielen verschiedenen Künstlern, darunter so unterschiedliche Acts wie Springmaus Improvisationstheater, Dirk Bach, Wanda Rumor und dem Gospelsänger Dennis Legree, zu arbeiten. Während dieser Zeit setzte er Arrangements für Chöre, dirigierte sie und schrieb Kabarettlieder für viele Künstler in Deutschland.

In der Zwischenzeit war Köln die Heimat von mehreren schwulen und lesbische Ensembles und Steve war der erste, der sie alle für die Eröffnungsfeier der Colognepride 1998 zusammen brachte. Dies war ein Vorläufer der heutigen Stimmfusion, die Zusammenlegung der Kölner Chöre, deren neun Ensembles regelmäßig als Gemeinschaft für Konzerte auftreten.

Als im Jahr 2006 die Ausrichtung der Gay Games an Köln verliehen wurde, begann Steve Nobles die Planung einer musikalischen Veranstaltungen für die VIII Gay Games Cologne 2010. Er war einer der Gründungsmitglieder des Rainbow Symphony Cologne e.V., das zusammen mit Michael Dahm und Werner Schramm als Orchester für die Kölner Gay Games eingerichtet wurde. Er war außerdem maßgeblich an der Zusammenstellung eines Festivalchors für die Eröffnungsfeier beteiligt. Während der Spiele inszenierte er auch ein Gala-Konzert der Vokal- und Instrumentalmusik an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz.

Als Mitwirkender des ersten internationalen LGBT Chorfestivals in Europa im Jahr 1985, hatte Steve die Ehre als künstlerischer Leiter für das Various Voices in Dublin 2014, dem bislang größten Festival seiner Art, ausgewählt zu werden. Das Rainbow Symphony Cologne war erneut das Orchester für dieses besondere Festival.

Nachdem Thomas Krause beschloss, als künstlerischer Leiter und Dirigent des RSC zurückzutreten, blickten alle auf Steve Nobles, um die Position zu füllen. Obwohl er nicht in erster Linie ein Dirigent ist, nahm er an und plant nun die künstlerische Entwicklung des RSC-Orchesters mit Gastdirigenten. Für die kommenden Konzert-Projekte des Orchesters lädt Nobles verschiedene Dirigenten ein. Er freut sich insbesondere auf die Zusammenarbeit mit einer Frau am Dirigentenpult.

Zu erreichen ist er unter management@rainbow-symphony.de